Xhosa online lernen

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isiXhosa ist eine Nguni-Bantu-Sprache und die Sprache Nelson Mandelas. Die Sprache ist berühmt für ihre drei Arten von Klicklauten aus dem Khoisan-Substrat. Unser Online-Sprachkurs führt Dich systematisch in die Klicklaute ein, zudem lernst Du Alltagskonversation, Township-Slang und die Ubuntu-Philosophie kennen. Das Lernprogramm bereitet Dich auf Aufenthalte in Port Elizabeth, East London oder den Xhosa-Gemeinden von Kapstadt vor. Kombiniere isiXhosa mit isiZulu, Sesotho, Swahili oder isiNdebele.

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Xhosa für Champion (B1)


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Afrikanische Länder
Dialekte
Sprache in Südafrika
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Xhosa Kurse

3 Editionen: Neujahr, Sommer, Winter
Jede Ausgabe dauert 10 Wochen (insgesamt 20 Stunden)
2-stündige Sitzungen pro Woche für kontinuierliches Lernen

New Year Edition (NYE) 2026

16. Februar 2026
bis
3. Mai 2026

Summer Edition (SE) 2026

01. Juni 2026
bis
02. August 2026

Winter Edition (WE) 2026

14. September 2026
bis
29. November 2026

Sprachen in Südafrika: Xhosa

Xhosa, auch isiXhosa genannt, gehört zu den faszinierendsten Sprachen Südafrikas. Die Xhosa sind eine ethnische Gruppe im südlichen Afrika und gehören zur Niger-Kongo-Sprachfamilie, speziell zum Nguni-Zweig. Mit etwa 9 Millionen Sprechern machen sie rund 18% der südafrikanischen Bevölkerung aus und sind damit nach den Zulu die zweitgrößte Ethnie des Landes.

Während die meisten afrikanischen keine Klick-Laute kennen, macht genau diese Besonderheit Xhosa einzigartig. Die charakteristischen Klicks wurden von den San und Khoikhoi übernommen. Zudem ist Xhosa eine Tonsprache wie Twi, Lingala und Oromo, bei der die Tonhöhe die Bedeutung von Wörtern verändert. Nelson Mandela sprach Xhosa als Muttersprache. Anders als das kuschitische Somali gehört Xhosa zur Bantu-Sprachfamilie und ist eng mit Zulu verwandt.

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Die Wurzeln der Xhosa

Im 7. Jahrhundert war das südliche Afrika von Khoisan-Völkern bewohnt, Jägern und Sammlern, die seit Jahrtausenden in dieser Region lebten. In dieser Zeit begann eine der größten Wanderungsbewegungen der Menschheitsgeschichte, die sogenannte Bantu-Expansion. Bantu-Völker zogen aus Zentral- und Ostafrika nach Süden und brachten Ackerbau, Viehzucht und neue Sprachen mit. Unter ihnen waren die Vorfahren der Xhosa, die das heutige Südafrika erreichten und dort auf die ansässige Bevölkerung trafen.

Vor dem 15. Jahrhundert gründete Tshawe das Xhosa-Königreich und erweiterte das Königreich in Richtung Süden. Was folgte, war keine einfache Verdrängung, sondern ein komplexer Prozess der Integration. Die Xhosa integrierten die Khoisan-Gruppen in ihr politisches System, machten sie tributpflichtig und verbreiteten ihre Sprache isiXhosa unter den unterworfenen Völkern. Doch die Khoisan hinterließen auch ihre eigenen Spuren in der Sprache ihrer neuen Herrscher. Aus diesem intensiven und jahrhundertelangen Kontakt entstanden die charakteristischen Klick-Laute, die Xhosa heute von anderen Bantu-Sprachen fundamental unterscheiden. 

Sogar der Name "Xhosa" selbst stammt vermutlich aus dem Khoisan und wird als "zornige Männer" oder "wild" übersetzt. Diese Verschmelzung zweier völlig unterschiedlicher Sprachfamilien macht Xhosa linguistisch einzigartig. Die grammatische Struktur folgt den Regeln der Bantu-Sprachen, während die Phonetik die unverwechselbaren Khoisan-Klicks trägt. 
Der Clan (isiduko) prägt die Identität der Xhosa bis heute. Jeder Xhosa kennt seinen Clan-Namen, der als primäres Erkennungsmerkmal dient. Bei Begegnungen ist der Austausch der Clan-Namen oft Teil der Begrüßung, um die gegenseitige Position zu klären.

Die stärkste Auswirkung betrifft die Partnerwahl. Personen mit demselben Clan-Namen gelten als verwandt und dürfen nicht heiraten. Vor jeder Hochzeit wird die Abstammung beider Familien geprüft. In ländlichen Gebieten bestimmt der Clan weiterhin die politische Führung. Nur wer dem königlichen amaTshawe-Clan entstammt, kann als Häuptling anerkannt werden.

Was die Xhosa Sprache einzigartig macht

Die meisten Xhosa-Sprecher leben in den Provinzen Ostkap und Westkap in Südafrika, wo die Klicklaute besonders häufig zu hören sind. Kleinere Gemeinschaften finden sich auch in Simbabwe sowie in Botswana und Lesotho. Die Identität der Xhosa ist tief verwurzelt in der Abstammungslinie und dem Konzept von Ubuntu, das sich als "Ich bin, weil wir sind" übersetzen lässt.

IsiXhosa ist eine agglutinierende Tonsprache. Das bedeutet, dass Wörter durch das Anfügen von Affixen gebildet werden. Ähnlich wie im Deutschen aus "glücklich" mit der Vorsilbe "un-" das Wort "unglücklich" wird, funktioniert auch Xhosa durch das Anbauen von Bausteinen. Die Tonhöhe beeinflusst dabei zusätzlich die Wortbedeutung. Die Xhosa Sprache umfasst zudem 18 Klickkonsonanten, die ursprünglich von den Khoisan-Völkern übernommen wurden. Diese charakteristischen Klicklaute machen heute etwa ein Sechstel der Sprache isiXhosa aus.

Die Klicklaute lassen sich in drei Grundtypen unterteilen, die jeweils durch unterschiedliche Zungenpositionen erzeugt werden. Jeder dieser Klicks hat einen charakteristischen Klang, der sich mit etwas Übung auch von westliche Zungen nachahmen lässt.
Buchstabe Klang Zungenposition Alltagsvergleich
c

Typ
Dental
"tsk-tsk"  Zungenspitze gegen Vorderzähne  Missbilligendes Schnalzen
q

Typ
Alveolar
Knallendes Geräusch  Zunge ruckartig vom Gaumen lösen  Korken aus Flasche ziehen
x

Typ
Lateral
Seitliches Saugen  Zunge seitlich am Gaumen  Pferde antreiben

Die Verschriftlichung des Xhosa

Xhosa wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. Diese Form der Verschriftlichung wurde im frühen 19. Jahrhundert von Missionaren eingeführt. Jahrhundertelang existierte die Sprache ausschließlich mündlich, überliefert durch Geschichten, Lobpreise und rituelle Gesänge. 

Die erste Niederschrift der Sprache erfolgte 1823 am Ufer des Tyhume-Flusses in Alice im Ostkap. Der schottische Missionar John Bennie gilt als Pionier, der isiXhosa erstmals aufzeichnete und die erste Orthographie entwickelte. Die Standardisierung der Rechtschreibung war ein langwieriger Prozess. Verschiedene Missionare und später auch afrikanische Gelehrte entwickelten unterschiedliche Systeme, was zu Inkonsistenzen führte. Die heutige standardisierte Rechtschreibung geht maßgeblich auf Vereinbarungen aus dem Jahr 1931 zurück.

Nelson Mandela: Ein Xhosa zwischen Tradition und Politik

Nelson Mandela war weit mehr als ein politischer Führer. Er war ein Xhosa aus der königlichen Familie der Thembu und gehörte dem Madiba-Clan an. Seine Identität und sein politischer Weg waren untrennbar mit der kolonialen Geschichte der Xhosa-Nation verbunden. Geboren wurde er 1918 in Qunu im Ostkap, einer Region, die tief in den Traditionen der Xhosa verwurzelt ist. Während der Apartheid wurden die Xhosa-Sprecher gezwungen, in den sogenannten Homelands Transkei und Ciskei zu leben. Diese Bantustans waren künstlich geschaffene Gebiete, die der weißen Minderheitsregierung dienten, um die schwarze Bevölkerung zu kontrollieren und ihre politischen Rechte im restlichen Südafrika zu beschneiden.

Mandelas politisches Bewusstsein wurde stark durch die mündliche Überlieferung der Geschichte seines Volkes geprägt. Schon als Kind hörte er Erzählungen über die neun Grenzkriege, in denen die Xhosa über ein Jahrhundert lang ihre Unabhängigkeit und ihr Land gegen britische Truppen und Buren verteidigten. Die Geschichten von tapferen Häuptlingen und verlorenen Schlachten formten sein Verständnis von Widerstand und Würde. Die Xhosa hatten sich niemals kampflos ergeben, und diese Tradition des Widerstands sollte Mandelas politische Philosophie prägen.

Die Verbindung zur Xhosa-Kultur blieb auch in seinem politischen Leben sichtbar. Bei seinen Reisen und Reden wurde Mandela oft von einem traditionellen Lobpreissänger, einem imbongi, begleitet. Diese Dichter rezitierten izibongo-Poesie, die die Taten der Ahnen und die Identität der Nation besangen. Für die Xhosa war dies keine bloße Folklore, sondern eine lebendige Erinnerung an gemeinsame Werte und historische Kämpfe. 

Mandela setzte damit ein Symbol für die Wiederherstellung der Einheit, die die Apartheid zerstört hatte. Seine Präsidentschaft war geprägt vom Konzept des Ubuntu, das tief in der Xhosa-Philosophie verwurzelt ist. "Ich bin, weil wir sind" wurde zur Grundlage seiner Politik der Versöhnung. Mandela blieb bis zu seinem Tod 2013 seiner Xhosa-Identität treu und wurde in Qunu beigesetzt, wo seine Geschichte begonnen hatte.

Häufig gestellte Fragen zum Xhosa-Kurs

Sprachfamilien bis Xhosa

Atlantik-Kongo
  • Cangin
  • Gola
  • Limba
  • Mansoanka
  • Mel
  • Nord-Zentral-Atlantisch

Volta-Kongo
Benue-Kongo
  • Akpes-Edoid
  • Bantoid
  • Nördliches Bantoid

Südliches Bantoid
  • Beboid
  • Bendic
  • Bishuo
  • Buru-Angwe
  • Busuu
  • Ekoid-Mbe
  • Jarawan
  • Mamfe

Enges Bantu (Narrow Bantu)
  • Bantu A–B10–B20–B30
  • Zentral-Westliches Bantu

Ostbantu
  • Botatwe
  • Korridor-Bantu
  • Groß-Lega
  • Kilombero
  • Mbugwe-Langi
  •  Nordost-Savannenbantu
  • Nordmosambik-Bantu
  • Nyaturu-Nilamba
  • Rufiji-Ruvuma
  • Sabi

Südliches Bantu
  • Kern-Südliches Bantu
  • Dim-Suffix-Südliches Bantu
  • Nguni–Tsonga–Copi
  • Nguni
  • Kern-Nguni
  • Südliches Ndebele–Tiefland
 
Swati

Xhosa
  • Bhaca
  • Bomvana
  • Cele
  • Gaika
  • Gcaleka
  • Hlubi
  • Mfengu
  • Mpondo
  • Mpondomise
  • Ndlambe
  • Rhathabe
  • Thembu
  • Xesibe

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