Kikongo online lernen

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Kikongo ist eine Bantu-Sprache mit etwa 5 Millionen Sprechern in der DR Kongo, Republik Kongo, Angola und Gabun. Die Sprache hat mehrere Sub-Sprachen wie Kikongo ya leta, Fiote und Yombe. Sie ist Dein Zugang zu einer Region voller Tradition und Wandel im Kongo-Becken. Wir bringen Dir die Grundlagen bei: Vokabeln, Grammatik, Dialekte und kulturelle Einblicke. Ob für Familie, Reisen oder berufliche Kontakte, Kikongo öffnet Türen. Entdecke auch Lingala, Swahili und Kinyarwanda.

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Afrikanische Länder
Sub-Sprachen
Sprache in den Kongos
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14. September 2026
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29. November 2026

Sprachen im Kongo: Kikongo

Kikongo, auch Koongo genannt, ist nicht eine einzelne Sprache, sondern ein Cluster aus rund 40 eng verwandten Varietäten. Diese Bantusprache ist der Identitätsanker für das Volk der Bakongo und trägt das Erbe eines der mächtigsten Reiche des zentralen Afrikas in sich.

Heute sprechen 7 bis 10 Millionen Menschen Kikongo als Muttersprache. Die Sprache ist in der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo als Nationalsprache anerkannt und wird auch in Nordwest-Angola und Gabun gesprochen. Kikongo gehört zur Niger-Kongo-Sprachfamilie und ist damit verwandt mit anderen afrikanischen Sprachen wie Wolof, Ewe, Kinyarwanda und Xhosa

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Wie Kikongo die Geschichte des zentralen Afrikas prägte

Lange bevor Europäer Afrika überhaupt kannten, sprachen die Bakongo bereits Kikongo. Die Sprache entstand um 950 v. Chr., fast tausend Jahre bevor das Römische Reich seinen Höhepunkt erreichte. Das Bakongo-Volk siedelten am Fluss Nzadi, den wir heute als Kongo-Fluss kennen und bauten dort ihre Zivilisation auf.
Das Kongo-Königreich, auf Kikongo Kongo dya Ntotila genannt, wurde um 1390 gegründet. Die Hauptstadt Mbanza Kongo lag im heutigen Angola und war das politische und religiöse Herz eines mächtigen Reiches. Die Bakongo betrieben Handel, beherrschten die Metallverarbeitung und bauten ein komplexes Staatswesen auf.

1483 erreichte der portugiesische Seefahrer Diogo Cão die Küste und bereits 1491 konvertierte König Nzinga a Nkuwu zum Katholizismus. Sein Sohn Afonso I. trieb die Verbindung weiter voran und schickte seinen eigenen Sohn Henrique nach Rom, wo dieser 1518 als erster schwarzafrikanischer Bischof geweiht wurde. In dieser Zeit wurde Kikongo die erste Bantusprache, die mit lateinischen Schriftzeichen niedergeschrieben wurde.

Doch die Partnerschaft mit Portugal zerbrach am europäischen Hunger nach Sklaven, der die soziale Struktur des Reiches destabilisierte. Die Schlacht von Mbwila 1665 kostete König António I. das Leben und stürzte das Reich in jahrzehntelangen Bürgerkrieg.
Der letzte Akt kam 1884. Auf der Berliner Konferenz teilten europäische Mächte Afrika unter sich auf, ohne einen einzigen Afrikaner zu fragen. Das Gebiet der Bakongo wurde zerschnitten: Ein Teil ging an Belgien, einer an Frankreich, einer an Portugal. Familien wurden getrennt, Dörfer zerstückelt. 

Jahr Ereignis Bedeutung für Kikongo
ca. 950 v. Chr. Kikongo Sprache entsteht Erste Entwicklung als eigenständige Bantusprache
ca. 1390 Gründung des Königreichs Kongo Kikongo wird Sprache eines mächtigen Reiches
1483 Portugiesen erreichen die Küste Beginn des europäischen Kontakts
1518 Henrique wird Bischof in Rom Kikongo wird erstmals in lateinischer Schrift geschrieben
ab 1500 Sklavenhandel destabilisiert das Reich Millionen Sprecher werden nach Amerika verschleppt
1665 Schlacht von Mbwila König fällt, das geschwächte Reich zerfällt
1884–1885 Berliner Konferenz Bakongo-Gebiet wird zwischen Belgien, Frankreich und Portugal aufgeteilt

 In Kuba entstand durch den Sklavenhandel Palo Monte, eine Religion, deren Ritualsprache fast vollständig auf Kikongo basiert. Die Gläubigen nennen sie schlicht „Lengua", was die Sprache bedeutet.
In Brasilien floss Kikongo in den Candomblé ein, wo es bis heute in Gesängen und Zeremonien weiterlebt.

Ähnlich wie Yoruba in der kubanischen Santería und im brasilianischen Candomblé wurde Kikongo zur heiligen Sprache einer Diaspora, die ihre Wurzeln nie vergaß.

Eine Sprache oder vierzig: Was ist Kikongo eigentlich?

Wer Kikongo lernen will, stößt schnell auf eine überraschende Frage: Welches Kikongo eigentlich? Denn hinter dem Namen verbirgt sich nicht eine einzelne Sprache, sondern eine Familie aus rund 40 eng verwandten Bantu-Varietäten. Was einst als Sprache der Könige und Priester im Königreich Kongo begann, entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem komplexen Sprachcluster.

Heute unterscheidet man zwei Hauptgruppen: Auf der einen Seite steht das traditionelle Kikongo, also die Regionalsprachen, die in bestimmten Gebieten als Muttersprache von Generation zu Generation weitergegeben werden. Auf der anderen Seite steht Kituba, die kreolisierte Form

Gruppe Beispiele Merkmal
Traditionelles Kikongo Kisikongo, Kiyombe, Kiladi Regionalsprachen, werden als Muttersprache weitergegeben
Kreolisiertes Kikongo Kituba /Kikongo ya Leta/ Munukutuba Vereinfachte Verkehrssprache, entstand im 19. Jahrhundert

Die Varietäten des ursprünglichen Kikongo

Anders als spätere vereinfachte Formen haben Varietäten wie  Koongo, Laari, Kisikongo, Kiyombe oder Vili natürlich entwickelt und werden von Generation zu Generation als Muttersprache weitergegeben. 

Kisikongo war die Sprache des königlichen Hofes in Mbanza Kongo und wurde zur Grundlage der ersten Kikongo-Bibel. Laari prägt bis heute das politische Zentrum der Republik Kongo rund um Brazzaville. Kiyombe ist untrennbar mit den berühmten Holzschnitzereien der Mayombe-Waldregion verbunden. Und Vili erzählt vom jahrhundertealten Küstenhandel am Atlantik bis nach Gabun. Die Varietäten sind untereinander oft verständlich. Die Unterschiede liegen vor allem in Aussprache und Wortschatz, die Grundstruktur bleibt dieselbe.

Kituba: Das vereinfachte Kikongo für alle

Zwischen 1891 und 1898 bauten die belgischen Kolonialherren eine Eisenbahnstrecke von Matadi nach Kinshasa. Da die lokalen Bakongo Widerstand gegen die Zwangsarbeit leisteten, holten die Belgier Arbeiter aus dem Osten des Kongos und aus Westafrika. Tausende Menschen, die sich nicht verstanden, mussten plötzlich zusammenarbeiten und brauchten eine gemeinsame Sprache.

Die Lösung war eine vereinfachte Form des Kikongo, basierend auf Kimanyanga, einer Varietät, die schon vor der Kolonialzeit als Handelssprache diente. Die komplexe Grammatik wurde abgeschliffen, der Wortschatz auf das Wesentliche reduziert. So entstand Kituba, Munukutuba und Kikongo ya Leta

Die Reise der Kikongo-Sprache

Kikongo wurde schon früh aufgeschrieben, früher als die meisten afrikanischen Sprachen. Als europäische Missionare im 17. Jahrhundert ins Königreich Kongo kamen, begannen sie, die Sprache zu dokumentieren. 1624 veröffentlichte der Missionar Mateus Cardoso das erste religiöse Lehrbuch in einer Bantusprache überhaupt. Um 1652 folgte das Vocabularium Congense, ein Wörterbuch mit rund 10.000 Wörtern.

Die Schrift kam also von Europäern, mit lateinischen Buchstaben. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der Missionar W. Holman Bentley gemeinsam mit dem kongolesischen Assistenten Nlemvo eine einheitliche Rechtschreibung.
Das änderte sich 1978, als David Wabeladio Payi die Mandombe-Schrift erfand. Diese geometrische Schrift basiert auf den Formen der Ziffern 5 und 2 und wurde speziell für Kikongo und andere kongolesische Sprachen entwickelt. Heute wird Mandombe in kimbanguistischen Schulen gelehrt und gilt als Werkzeug der intellektuellen Dekolonisierung.

Kikongo reiste aber noch viel weiter. Während des Sklavenhandels wurden Millionen Bakongo nach Amerika verschleppt. An der Küste von South Carolina und Georgia vermischte sich ihre Sprache mit Englisch. So entstand Gullah, eine Kreolsprache, die bis heute auf den Sea Islands gesprochen wird. 

Häufig gestellte Fragen zum Kikongo-Kurs

Sprachfamilien bis Kikongo

Atlantik-Kongo
  • Cangin
  • Gola
  • Limba
  • Mansoanka
  • Mel
  • Nord-Zentralatlantisch

Volta-Kongo
Benue-Kongo
  • Akpes-Edoid

Bantuid
  • Nördliches Bantuid

Südliches Bantuid
  • Beboid
  • Bendic
  • Bishuo
  • Buru-Angwe
  • Busuu
  • Ekoid-Mbe
  • Jarawan
  • Mamfe

Enges Bantu
  • Bantu A-B10-B20-B30

Zentral-Westliches Bantu
  • Groß-Luyana
  • Luba-Sprachen
  • Njila
  • Nördlich des Zaire-(Kongo-)Flusses

Westliches Küsten-Bantu
  • Ngwii

Nzadisch
Lwerisch
Dingisch
  • Ding

Loange-Atlantisch
Erweitertes KLC
Kikongo-Sprachcluster
  • Hungan-Samba

Kern-KLC

Kikongoisch
  • Beembe

Kambakunyi-Kikongo
  • Kamba-Kunyi

Kilaadisches Kikongo
Zentral-Südliches Kikongo
Südöstliches Kikongo
Östliches Kikongo
  • Kimbata
  • Kimbeko
  • Kimpangu
  • Kinkanu
  • Kintandu

Südliches Kikongo
  • Hungu-Pombo

Koongo-Kituba
  • Kituba (Republik Kongo)

Kituba (DR Kongo)
  • Östliches Kituba
  • Ikeleve
  • Westliches Kituba

 Süd-Zentral-Koongo
Zentral-Koongo
  • Bwende
  • Kimanyanga
  • Kimboma
  • Kindibu

Südliches Koongo
  • Ost-Südliches Koongo
  • Kisikongo
  • West-Südliches Koongo

Westliches Kikongo
San-Salvador-Kongo
  • Cisundi Cabinda
  • Ciwoyo
  • Cizali
  • Ikoci
  • Iwoyo
  • Kakongo
  • Mboka
  • Ndingi

Vilisch
Lumbuisch
  • Lumbu-Bwisi
  • Ngubi-Sangu-Sira-Punu

Vili
  • Küsten-Vili
  • Yoombi-Kongo

Yombe
  • Cilinji
  • Kimbala H16
  • Kiyombe
  • Kizobe
  • Vungunya

Kern-Nördliches Kikongo
  • Doondo

Laari
  • Hangala
  • Laadi
  • Suundi

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