Yoruba Sprache online lernen

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 Yoruba (gesprochen "Jo-RU-ba") ist eine Niger-Kongo-Sprache der Volta-Niger-Gruppe mit über 40 Millionen Sprechern in Nigeria, Benin, Togo und der globalen Diaspora. Du lernst bei uns die reiche Tradition der Yoruba-Sprichwörter, Ifá-Weisheiten und kulturelle Ausdrucksformen kennen. Das Lernprogramm bereitet Dich auf Kommunikation in Lagos, Ibadan, Abeokuta oder in der Diaspora vor. Stärke Dein sprachliches Profil für Nigeria mit Igbo, Edo, Hausa oder Itsekiri.

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Yoruba für Champion (B1)


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Fakten zur Yoruba-Sprache

Afrikanische Länder
Dialekte
Sprache in Nigeria
Sprache in Benin

Yoruba Kurse

3 Editionen: Neujahr, Sommer, Winter
Jede Ausgabe dauert 10 Wochen (insgesamt 20 Stunden)
2-stündige Sitzungen pro Woche für kontinuierliches Lernen

New Year Edition (NYE) 2026

16. Februar 2026
bis
3. Mai 2026

Summer Edition (SE) 2026

01. Juni 2026
bis
02. August 2026

Winter Edition (WE) 2026

14. September 2026
bis
29. November 2026

Sprachen in Nigeria: Yoruba

Yoruba gehört zu den größten Sprachen Afrikas mit über 40 Millionen Sprechern. Die meisten leben im Südwesten Nigerias, wo Yoruba neben Hausa und Igbo zu den drei großen Nationalsprachen zählt. Auch in Benin und Togo ist Yoruba verbreitet.
Durch den transatlantischen Sklavenhandel gelangte Yoruba nach Brasilien und Kuba, wo die Sprache in religiösen Traditionen wie Candomblé und Santería weiterlebt. Wer Yoruba lernt, erschließt sich Westafrika und ein Stück afroamerikanischer Geschichte.

Vom Königreich Ife zur Weltsprache Yoruba

Gemäß der Yorùbá-Mythologie sandte der oberste Gott Olúdùmarè seinen Sohn Oduduwa auf die Erde, um Land zu erschaffen. Der Ort, an dem er ankam, war Ile-Ife im heutigen Nigeria, die spirituelle Wiege aller Yorùbá. Von diesem Ursprung aus verbreiteten sich Sprache und Kultur über ganz Westafrika.
Was die Mythologie erzählt, wird durch die Forschung gestützt. Bereits im ersten Jahrtausend lebten Sprecher des Proto-Yorùbá in der Region und zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert wuchs Ile-Ife zu einem mächtigen Königreich heran, das Sprache, Kunst und Religion weit über seine Grenzen hinaus prägte. Die Sprache selbst, èdè Yorùbá genannt, gehört zur Niger-Kongo-Familie und ist eng verwandt mit Igala und Itsekiri.
Durch den transatlantischen Sklavenhandel gelangte Yoruba nach Kuba und Brasilien, wo die Sprache in religiösen Traditionen weiterlebt. Auf Kuba bildet sie als Lucumí die Grundlage der Santería, in Brasilien prägt sie unter dem Namen Nagô den Candomblé und die Umbanda. Diese Religionen verbinden westafrikanische Glaubensvorstellungen mit katholischen Elementen und nutzen Yoruba-Begriffe in Gesängen und Zeremonien.

Seit dem 21. Jahrhundert studieren Praktizierende verstärkt modernes nigerianisches Yoruba, um ursprüngliche Bedeutungen wiederherzustellen.

Ein befreiter Sklave schuf die Yoruba-Schrift

Lange Zeit existierte Yoruba fast nur als gesprochene Sprache. Zwar gab es vereinzelte Aufzeichnungen in Ajami, einem Schriftsystem, das arabische Buchstaben für afrikanische Sprachen nutzte, doch eine einheitliche Schreibweise fehlte.

Dann kam Samuel Ajayi Crowther. Seine Geschichte beginnt mit einer Tragödie: Als Kind wurde er versklavt, bevor die britische Marine ihn befreite. Von da an nahm sein Leben eine außergewöhnliche Wendung. Er wurde Missionar, lernte mehrere Sprachen und stieg schließlich zum ersten afrikanischen Bischof der Church of England auf.
Crowther machte es sich zur Aufgabe, seine Muttersprache zu bewahren. 1852 erschien seine erste Yoruba-Grammatik und über drei Jahrzehnte arbeitete er an der Bibelübersetzung, die 1884 vollständig vorlag. Das Standard-Yoruba, das er auf Grundlage der Dialekte von Ọyọ und Ibadan entwickelte, wird bis heute in Schulen und Medien verwendet.

Die Bedeutung liegt in der Melodie – so funktioniert Yoruba

Im Deutschen klingt eine Frage anders als eine Aussage, aber das Wort selbst bleibt gleich. Bei Yoruba ist das anders. Hier entscheidet die Tonhöhe, was ein Wort überhaupt bedeutet. Dieselben Buchstaben, derselbe Laut, aber ein anderer Ton und schon ist es ein völlig anderes Wort.

Yoruba kennt drei Töne, die in der Schrift durch kleine Striche über den Vokalen markiert werden:
Ton Markierung Beispiel Bedeutung
Hoch Akut (´) ọkọ́ Hacke
Mittel kein Zeichen ọkọ Ehemann
Tief Gravis (`) ọkọ̀ Fahrzeug
Zwei tiefe Töne Gravis + Gravis ọ̀kọ̀ Speer
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Dieses Prinzip teilt Yoruba mit vielen anderen afrikanischen Sprachen. Auch Ewe und Ga arbeiten mit Tönen, die Bedeutung tragen. Wer eine dieser Sprachen lernt, trainiert sein Ohr automatisch für die anderen. Der Einstieg mag ungewohnt sein, doch das System ist logisch und wiederholt sich. Für Lerner bedeutet das: Vokabeln allein reichen nicht. Wer Yoruba spricht, muss auch singen können.

Was man über die Yoruba-Grammatik wissen sollte

Das Yoruba-Alphabet basiert auf lateinischen Buchstaben und umfasst 25 Zeichen. Die Buchstaben C, Q, V, X und Z kommen nicht vor. Dafür gibt es Besonderheiten wie die Vokale ẹ und ọ mit Unterpunkt, die tiefer im Mund gebildet werden. 

Die Grammatik: Einfach und logisch


  • Kein grammatisches Geschlecht: Kein der, die oder das
  • Keine Verbkonjugation: Das Verb bleibt immer gleich
  • Feste Satzstellung: Subjekt-Verb-Objekt wie im deutschen Hauptsatz
  • Zeitformen durch Partikel: Wörter vor dem Verb zeigen die Zeit an

Eine Besonderheit sind Serienverben: Mehrere Verben reihen sich ohne Bindewörter aneinander und drücken zusammen eine komplexe Handlung aus.


Funktion Beispiel Wörtlich Bedeutung
Zweck ó wọ ilé sùn er betrat Haus schlief Er ging ins Haus, um zu schlafen
Resultat ó ga pin er groß aufhörte Er hat aufgehört, größer zu werden
Aktionsweise Bọlá ra ẹran jẹ Bola kaufte Fleisch aß Bola kauft Fleisch zum Essen

Kommunikation ohne Worte: Was Yoruba einzigartig macht

Die tonale Struktur des Yoruba ermöglicht Kommunikationsformen, die weit über gesprochene Sprache hinausgehen. Eine davon ist die Pfeifsprache: Dabei pfeifen Sprecher die Tonmelodie eines Satzes, ohne Konsonanten oder Vokale zu benutzen. Nur die Tonhöhen bleiben, und Yoruba-Sprecher verstehen die Botschaft trotzdem. Der Beweis, dass die Bedeutung allein im Ton liegt.

Dieser musikalische Charakter prägt auch die moderne Kultur. Wer Afrobeats hört oder beim Detty December in Lagos oder Accra feiert, erlebt Yoruba bzw. Twi in ihrer rhythmischsten Form. In der anglophonen Welt dominieren diese Sprachen die Popmusik, ähnlich wie Lingala durch Rumba und Soukous die frankophone Welt erobert hat. Die Verbindung von Sprache und Musik ist tief verwurzelt: Wer Yoruba lernt, bekommt Zugang zu einer der lebendigsten Musikszenen Afrikas. Yoruba und nigerianisches Pidgin eröffnen dir auch den Weg zur Lagos-Fashion-Week.

Auch andere westafrikanische Sprachen teilen dieses tonale Prinzip. Wer Yoruba lernt, trainiert sein Ohr automatisch für verwandte Sprachen wie Igbo und Edo in Nigeria.

Häufig gestellte Fragen zum Yoruba-Kurs

Sprachfamilien bis Yoruba

Atlantik-Kongo
  • Cangin
  • Gola
  • Limba
  • Mansoanka
  • Mel
  • Nord-Zentralatlantisch


  • Volta-Kongo
  • Benue-Kongo
  • Akpes-Edoid
  • Bantuid
  • Benue-Kongo-Plateau


  • Defoid
  • Arigidi
  • Ayere-Ahan


  • Yoruboid
  • Edekiri
  • Ede
  • Östliches Ede
  • Ede Cabe
  • Südöstliches Ede
  • Ede Ije
  • Ede Nago


  • Kern-Yoruba
  • Lucumi-Yoruba
  • Lucumi


  • Yoruba
  • Zentral-Yoruba
  • Nordwest-Yoruba 
  • Südost-Yoruba

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